Individuelles Hundetraining

                           

                                 Birgit Böttcher

So fing alles an:                                                    

Eigentlich begann alles schon in meiner Kindheit. Ich wollte immer Hunde haben, bei zwei arbeitenden Eltern aber nicht möglich . So führte ich halt den ein oder anderen Hund mal aus und fing an Bücher über Wölfe und Hunde zu lesen.

Mittlerweile erwachsen und mit eigener Familie, kam der Morgen, an dem ich die Zeitung aufschlug und die Rubrik „Hundeverkäufe“ ansah. Mein Mann, Martin war so gar nicht begeistert, aber als ich dann die „Kleinen Münsterländer“ vorlas, meinte er dann doch, dass er diese Rasse gut fände.

Eigentlich wollte ich immer einen Bearded Collie und eine Hündin haben, sie sollte lange Haare haben und eher ein Hütehund sein. Aber bevor gar keinen Hund……

Also fuhren wir noch am gleichen Tag nach Emsdetten zum Züchter.

Hier fanden wir dann einen kleinen, dicken, knuddeligen Welpen, im Zwinger mit seiner Mutter vor. Er war der letzte, der abgeholt wurde.Heute würden bei mir alle Alarmglocken läuten, aber an diesem Tag sahen wir alle nur den kleinen, süßen Welpen. Und wir kauften unseren „Justy“.

 

Der erste Stress fing schon beim Verlassen des Züchterischen Gartens an. Der Torbogen, durch den wir gehen mussten um den Garten zu verlassen, bereitete ihm großen Stress. Er jaulte, duckte sich und wollte nicht hindurch. Wir trugen ihn ins Auto, da wir auch keine Leine oder sonstige Ausrüstungsgegenstände für ihn hatten. Futter bekamen wir noch vom Züchter mit, also war das wenigstens geregelt.

 

Alles in allem ein ganz schlechter Start in unsere Beziehung. Aber an dieser Stelle ahnten wir noch gar nicht, was auf uns zukam.
 

Die Kinder freuten sich riesig über den süßen Welpen.  In der nächsten Zeit drehte sich dann alles um den Familienzuwachs. Dieser wollte aber nicht so wie wir es wollten. Er hatte Panik in der Wohnung, wollte nicht in unserem großen Wohnzimmer schlafen, rannte nur herum und beruhigte sich erst als wir ihn in unseren kleinen Vorraum an der Haustür mit seiner Decke legten. Ich vermute heute, dass er dies mit dem Zwinger gleichstellte.

Er fing an die Fenster und Wände anzunagen, machte die nächsten fünf Monate nur ins Haus. Sämtliche Geräusche im Haus und auch draußen, machten ihm Angst und er reagierte häufig mit Aggressionen. Er bellte Kühe, Pferde, Roller, Trecker usw. an und versuchte sie zu jagen. Meine ersten Hilferufe gingen dann an einen Münsterländerzüchter in unserer Nähe.                                                                        

Ich erzählte ihm meine ganzen Probleme und bekam als erstes diesen Tipp:

 Zitat: „Drück ihn mit der Nase in seine Sch…. Und dann hört er schon auf damit.“ Und im Allgemeinen sollte ich ihn mal härter rannehmen, dann würde es schon klappen.

Ich war entsetzt und mir war sofort klar, dass DIESE TIPPS nicht meine Methoden sein würden.

Ab jetzt fing ich an Hundepsychologiebücher zu lesen und beschäftigte mich mit verschiedenen Hundeerziehungsmethoden.

Nebenher versuchte ich immer noch eine fachkundige Hundeschule zu finden. 1997 gab es aber hier in der Nähe nur einen Verein und der hatte Aufnahmestop. Ich tat mich mit einigen Freundinnen zusammen. Wir gingen spazieren und übten die ein oder anderen Sachen zusammen. Doch meine Probleme wurden, mit Justy´s zunehmendem Alter, immer größer. Mit ca. sechs Monaten hob er zuverlässig sein Beinchen und somit fingen auch die Probleme mit den anderen Rüden an. Zusätzlich stellte er auch noch den Hündinnen nach, läufig oder nicht. Egal!! Seine Runden im Wald wurden immer größer.

Nun kurz die Tipps von Hundetrainern:

  1. Lass ihn doch machen, das machen sie schon unter sich aus.
  2. Die Hündinnen wehren sich schon.
  3. Ist halt ein Jagdhund.

 

Das alles wollte ich so auf keinen Fall!!!!!

 

Ich wollte einen Hund, mit dem ich alles zusammen machen kann!  NUR WIE??

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich  schon einige Vorträge besucht und so viel gelesen, dass ich nun schon in der Lage war Justy´s Verhalten, frühzeitig zu erkennen. Und fing nun an mit ihm zu arbeiten.

Durch das Umstellen meines eigenen Verhaltens ihm gegenüber und ein großes Beschäftigungsprogramm wie Fahrradfahren, Apportieren und Ball spielen wurde er deutlich ruhiger und ausgeglichener. Zwischenzeitlich hatten wir auch eine Möglichkeit gefunden, mit ein paar Leuten und ihren Hunden,  Agility zu machen, was uns gemeinsam viel Spaß bereitete.

Mit einem Jahr wurde mir dann noch geraten ihn kastrieren zu lassen, wodurch zwar der Trieb den Hündinnen nachzustellen geringer wurde, aber das „antrainierte“  Verhalten den Rüden gegenüber wurde nicht  besser. Dies trainierte ich nun in den nächsten Jahren mühselig ab.

Heute können wir ihn mit vielen, auch potenten Rüden, im Rudel zusammen laufen lassen. Allerdings einige „alte Feinde“ wird er bis an sein Lebensende nicht zu seinen Freunden machen. Aber wir haben zusammen einen Weg gefunden, um miteinander ein gutes Team zu werden.

Mit ca. neun Jahren klappte dann alles so zuverlässig, sodass wir die Entscheidung trafen, einen zweiten Hund zu uns zu holen, und waren zuversichtlich, dass Justy nun seinen Teil zu Erziehung beitragen konnte.

Durch Zufall kam ich auf den Wäller.

Ab jetzt las ich alles über Hütehunde und über moderne Hundeerziehung. Verschiedene Hundesportarten wie Obedience oder Preydummytraining fesselten mich und ich wollte wissen wie man dies alles einem Hund schon im Welpenalter, möglichst spielerisch, beibringen kann.

Ich suchte mir verschiedene Methoden heraus und kombinierte sie miteinander. Nun konnte der Welpe einziehen.

Mina kam dann am Mitte Juni 2007 in unser Rudel. Von Anfang an setzte ich nun die verschiedenen Erziehungsmethoden, die ich mir erarbeitet hatte, um. Justy war mir dabei immer eine gute Hilfe und im Umgang mit Mina ein wertvoller,  hündischer Mitarbeiter.

              Zwischen allen Familienmitgliedern entwickelte sich eine gute

                                  Mensch- Hund-Beziehung.

               

 

Meine Erfahrungen mit meinen Hunden und die Erkenntnisse  durch verschiedene Seminare und das hospitieren bei der  "Dogscout -Hundeschule" von Christiane Raßmanns, möchte ich nun gerne an andere Mensch-Hunde-Teams weitergeben.

 

 

Ich würde mich freuen wenn sie Kontakt mit mir aufnehmen würden!!

Tel. 0176/32620386 oder unter boettcherbi@gmx.de

 

 

Referenzen:

30. September 2010 "Lernen sie Hündisch" mit Jan Nijboer

13./14. August 2011 Praxisseminar "Obedience Individualtraining mit Uwe Wehner"

15./16. Oktober 2011 "Was kommt das kommt: Kanidenverhalten decodieren" mit Günther Bloch

Juni 2010 - Februar 2011 Praktikum bei www.hundeschule-dogscout.de mit Christiane Raßmanns.

März 2014 "Erste Hilfe bei Hunden" Tierheim Münster, Dr. med. vet. Stefan Rudnicki

10/11. Mai 2014 Treibballseminar mit Bärbl Runggaldier

 

 

Ich biete an:

Erste Stunde immer Einzelstunde zum kennen lernen des Teams!!!

 

1. Welpenerziehung von Anfang an.

Ganzheitliche Betreuung ab dem Einzug des Welpens:

Beinhaltet: ( 4 Wochen Begleitung im Alltag nach absprache) 

 -häusliches Training (beginn von Platz und Sitz, Apportieren, Boxentraining, Fütterungssituation, Besuch kommt usw.)

Dies findet in Einzelstunden statt, um jedes Team individuell zu beraten!!!

- Begleitung beim Spaziergang mit Abrufübungen, Apporierübungen, Hundebegegnungen usw.

-Abschalttraining

-einmal in der Woche eine Gruppenstunde mit max. 4 Welpen, mit dem alter angepassten Übungen

- Teambedingtes Training (Pferd, Joggen,Büro usw.)

 

 Einzelstunden mit Welpen im Alltag:

     a)     Prägung im Alltag (Z.B. Stadt, Tiere, Kinder, Jogger usw.)

b)    Mensch-Hund-Bindung

c)     Wie beschäftige ich meinen Hund?

d) Wie bringe ich im spielerisch etwas bei.

e) Beratung in allen Fragen

 

Welpenspielgruppen, mit altersangepassten Übungen in Kleingruppen, nach absprache!!

Bei Interesse können sie mich gerne anrufen 0176/32620386

 

2. Individuelles Training für Hunde in jedem Alter.

     a) Bearbeitung von Alltagsproblemen

     b) Preydummytraining

     c) Spiel und Beschäftigung für den Hund.  

 

Preise:

Nach absprache.

 

 

Waldspaziergänge mit Unterordnung bis max. 10 Hunde:

 

Die Waldstunden finden in Absprache mit den Kursteilnehmern statt, die Treffpunkte gebe ich bei Anmeldung bekannt.

Bei Interesse bitte unter 0176/32620386 oder unter boettcherbi@gmx.de melden. 

 

Haftungsausschluss im Impressum!!!!

 

Welpentraining mit 10 Wochen alten Welpen:       

Bosse mit 15 Wochen. Warten und an einer Hundegruppe vorbei abrufen!
Meo mit 15 Wochen apportiert den Futterbeutel.
Der kleine Pepe macht seine Aufgabe auch schon sehr gut.

Waldtreffen

Zum Waldtreffen kann jeder kommen der in einer Gruppe ist.
Hier geht es um das gemeinsame laufen in der Gruppe.
Miteinander Spaß haben, Mensch wie Hund. Hier bei einem Ausflug im Linnert.